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Strom aus Wasser- und Windkraftanlagen

Als verantwortungsvoller, regional verbundener Energieversorger tragen wir die Verantwortung für die Umsetzung der Energiewende. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Belieferung unserer Kunden mit regenerativ erzeugtem Strom. Seit dem 01.01.2017 haben wir unser gesamtes Portfolio für Haushalts-, Landwirtschafts- sowie Kleingewerbekunden auf zertifizierten Ökostrom aus modernen Wasser- und Windkraftanlagen umgestellt. Somit werden jährlich große Mengen an CO2-Emissionen und hochradioaktivem Abfall gespart.

Warum haben wir uns dafür entschieden, Ökostrom RE einzuführen und was bedeutet das?
Es ist uns wichtig, gezielt regionale Klimaschutzprogramme zu fördern. Mit unserem Partner KlimaINVEST verpflichten wir uns, für jede verkaufte Kilowattstunde Ökostrom 0,025 Cent in den Ausbau erneuerbarer Energien oder in ein CO2-senkendes Klimaschutzprojekt in unserem Liefergebiet zu investieren. Das Überlandwerk Leinetal engagiert sich somit aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz in der Region.

Zertifiziert


Was ist Ökostrom?

Ökostrom wird aus sogenannten erneuerbaren Energien wie z. B. Wind-, Solar oder Wasserkraft gewonnen. Die Anlagen verteilen sich über ganz Europa, von Norwegen über Dänemark bis hin nach Österreich und Italien. Oft stammt der Ökostrom aus Wasserkraft, eine der saubersten Energieformen, die es gibt. Wasserkraft ist natürlich und in unseren Breitengraden immer verfügbar. Die Alpen oder Norwegen z. B. sind von Seen und Flüssen durchzogen. Häufig kann man hier die natürliche Fließgeschwindigkeit eines Flusses nutzen, um Ökostrom aus Wasserkraft zu erzeugen. Die Anlagen entsprechen modernen Umweltstandards und wurden mit großer Rücksicht auf Natur und Umwelt sowie bei Wind gegebenenfalls auch auf landwirtschaftliche Belange errichtet. Im Gegensatz zu konventionellen Energieträgern wie Kohle- und Atomstrom entstehen durch erneuerbare Energien wie Wind und Wasser weder CO2-Emissionen noch atomarer Abfall. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist daher ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz.

Woher kommt der grüne Strom? 
Unser Ökostrom stammt zu 100 % aus europäischen Wasser- und/oder Windkraftanlagen mit modernen Umweltstandards.

Gibt es einen Unterschied in der Leistung zwischen Öko- und herkömmlich erzeugtem Strom? 
Nein, Ökostrom unterscheidet sich in der Leistung nicht von konventionellem Strom. Ihre technischen Geräte werden weiterhin genauso funktionieren wie gewohnt.

Mit Biogas gegen den Stromausfall

Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland stellt die Netzbetreiber vor zunehmende Herausforderungen im Bereich der Stromnetzstabilität. Für den Ausgleich von Einspeiseschwankungen, z. B. verursacht durch Windkraftanlagen, müssen regelbare Energiequellen vorgehalten werden, die im Bedarfsfall zu‐ bzw. abgeschaltet werden können und die Stabilität der Stromnetze gewährleisten. Biogasanlagen können hierbei einen wichtigen Beitrag leisten. Durch die Möglichkeit, das in ihnen produzierte Gas für mehrere Stunden zu speichern, können sie ihren Strom in Abhängigkeit vom regionalen Netzbedarf einspeisen und somit einen Beitrag zum Ausgleich der Fluktuation von anderen Erneuerbare‐Energie‐Anlagen leisten. 

Projektpartner

Im Kontext des Projekts VKV Netz entwickelt die Hochschule Hannover (HsH) in Kooperation mit dem Steuerungsbauer SLT‐Technologies GmbH & Co. KG sowie dem ÜWL als Netzbetreiber ein Steuerungssystem für Biogas‐Anlagen, welches eine automatisierte Steuerung von Biogas‐Anlagen‐Verbünden mit dem Fokus der Netz‐Stabilität ermöglicht. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und durch Prof. Dr. Andreas Daum von der Hochschule Hannover geleitet.

Projekt-Beteiligte, v. l.:
ÜWL: André Hage, Markus Königshofen;
HsH: Prof. Dr. Andreas Daum, Prof. Dr. Manfred Krause, Chris Eicke, Marco Iezzi, Daniel Schirmer;
SLT-Technologies: Frank Böttcher, Marc Rönick

Praktische Anwendung

Die praktische Erprobung des Steuerungssystems erfolgt ab April 2017 unter Einbeziehung verschiedener Biogas‐Standorte, die als assoziierte Partner auftreten. Neben technischen Komponenten enthält das Steuerungssystem auch einen Ausgleichsmechanismus, der beschreibt, welche Entschädigungsleistungen den Biogas‐Standorten zustehen, die zum Zweck der Stromnetz‐Stabilität automatisiert heruntergeregelt werden. Die Anwendung des Steuerungssystems soll damit sowohl für Netzbetreiber als auch für die Betreiber von Biogas‐Anlagen einen wirtschaftlichen Nutzen bringen. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit, z. B. im Zuge der Erprobung des Systems, würden wir uns über Ihre Kontaktaufnahme freuen.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Andreas Daum
Hochschule Hannover
Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik – Abteilung Betriebswirtschaft
Ricklinger Stadtweg 120
30149 Hannover
Tel.: +49 511 9292 1553
andreas.daum@hs‐hannover.de

Solarpark Freden ist am Netz

Seit Dezember 2011 erzeugt der Solarpark Freden unterhalb der Sandkuhle zwischen Kreisstraße und Sandbergweg umweltschonenden Sonnenstrom. Die Anlage mit einer Nennleistung von 1,2 Megawatt wurde im Juni 2012 um 1,8 Megawatt erweitert. Auf 5 Hektar - einer Fläche so groß wie etwa sieben Fußballfelder - sind insgesamt 12.432 Solarmodule installiert. Diese liefern rund 2,5 Million Kilowattstunden (kWh) Sonnenstrom pro Jahr und reichen aus, um etwa 750 Haushalte mit elektrischer Energie zu versorgen.

Investitionskosten in Höhe von fünf Millionen Euro
Betreiber der Anlage ist die Projektgesellschaft Energie Freden GmbH und Co. KG, an der neben dem Bauunternehmer Otto Ulrich das Überlandwerk Leinetal sowie die Stadtwerke Bad Salzdetfurth beteiligt sind. Gemeinsam investierten die Gesellschafter rund fünf Millionen Euro in das regionale Vorzeigeprojekt.

Brunnen in Irmenseul fördert wieder

Das Überlandwerk Leinetal hat zum 01.02.2012 die Anlagen des Wasserbeschaffungsverbandes Irmenseul (WBV) übernommen.

ÜWL führt notwendige Sanierungsmaßnahmen durch
Die Anlage wurde 2009 nach einer umfangreichen Kontrolle vom Netz genommen. Aufgrund der dabei festgestellten Mängel konnte der Brunnen nicht wieder in Betrieb genommen werden. Nach dem Kauf sanierte ÜWL nun die Brunnenanlage von Grund auf: Zunächst wurde der Brunnen mit einer Tiefe von 179 Meter ausgeräumt, auf 203 Meter vertieft und neue Rohrsysteme installiert. Danach wurde auf dem Brunnenkopf ein - nach dem heutigen Stand der Technik - ausgestattetes Brunnenabschlussgebäude errichtet. Die vorhandene Aufbereitungsanlage musste ebenfalls von Grund auf erneuert werden. Abschließend waren im Hochbehälter noch einige Umbaumaßnahmen durchzuführen. Seit Juni 2013 heißt es wieder: Wasser marsch!Nach einem ca. 4-wöchigen, labortechnisch überwachten Probelauf wurden Brunnen, Aufbereitungsanlage und Hochbehälter wieder in Betrieb genommen.

  • Seit dem 25. Juni 2013 liefert ÜWL jährlich bis zu 200.000 Kubikmeter Wasser an den WBV für die Versorgung von Irmenseul und zum Weiterverkauf an die Samtgemeinde Lamspringe.

Unsere Beteiligungen

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